Rez_Scheideweg

Eine Geschichte der Wölfe von Emily Fridlund

Scheideweg

Mit vierzehn Jahren ist Linda ein Zwitter in jeder Hinsicht. Sie lebt mit ihren Eltern und den drei Hunden in einer Hütte an einer Seenplatte in Minnesota, die einstmals zu einer lebhaften Kommune gehörte. Den Weg zur Schule legt sie alleine durch die vielgestaltige und ihr vertraute Natur zurück. Zu Hause ist sie für die Versorgung der Hunde und das Ausnehmen der Glasaugenkarpfen in der Saison verantwortlich. In der Schule ist sie zurückhaltend bis ein neuer Lehrer sie zur Teilnahme an einem Geschichtswettbewerb anregt. Sie entscheidet sich für die Geschichte der Wölfe – keine Begründung und auch kein Gewinn im Wettbewerb. Diese innere und äußere Isolation scheint zu Ende zu gehen als eine Familie mit einem kleinen Jungen gegenüber am See ein Haus bezieht. Sie suchen eine Betreuung für Paul und Linda findet sich plötzlich wieder in der alltäglich wirkenden Wärme einer 'normalen' Familie. Paul und sie erkunden die Natur und verbringen die Zeit mit seinen Traumwelten. Aber, etwas stimmt nicht mit Paul. Auch sein gelehrter Vater kann es mit seinen Theorien der christlichen Wissenschaft nicht erklären. Linda muss eine Entscheidung fällen, die den Rest ihres Lebens beeinflussen wird. Sowohl inhaltlich fesselnd als auch dicht in seiner Beschreibung der Natur lässt das Buch die Leserin nur ungern wieder los.

Emily Fridlund: Eine Geschichte der Wölfe, Piper Verlag München 2019; Taschenbuch oder E-Book ca. 11,- €

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